Schweizer Heimatschutz - Sektion Oberwallis - Logo

Oberwalliser Heimatschutz
Postfach 548, 3900 Brig

Erlebnis Tipps

Aus dem Oberwallis

Wählen Sie oben in der Karte oder im Menü eine Ortschaft aus, die Sie entdecken möchten.

 

Kulturama Aletsch

Kulturama Aletsch

Walliser Bote, Montag, 6. Dezember 1999

"Raiffeisenpreis verliehen"

Der Oberwalliser Heimatschutz zeichnete das Kulturama Aletsch und den Verein "z'Tärbinu" aus

Vi s p. - (wb) Der Oberwalliser Heimatschutz (OHS) zeichnete dieses Jahr gleich zwei Organisationen für besondere Leistungen im Umweltschutz aus: Den Verein «z'Tärbinu» sowie das Kulturama auf der Riederalp. Zudem will der OHS die Bauberatung weiter ausbauen.
Die Bauberatung übernimmt zurzeit OHS-Vorstandsmitglied Dario Steiner - in dieser Funktion begutachtete er zahlreiche Objekte und wurde wiederholt als Experte zugezogen. Der OHS will diese Bauberatung ausbauen und informierte sich in anderen Kantonen wie
sie dort funktioniert. Der Berner Heimatschutz beispielsweise hat über 50 Berater im Einsatz -eine Beratung in diesem Ausmass ist im Oberwallis nicht möglich. «Wir hoffen jedoch, dass wir die Finanzen für ein Projekt beschaffen können, das unserer Region angemessen ist», gab OHS-Präsident Reinhard Walter an der Generalversammlung vom vergangenen Freitagabend zu verstehen.

 

Zwei Preisträger
An der Generalversammlung des OHS konnten das Kulturama Aletsch und der Verein «z'Tärbinu» den Raiffeisen Preis des OHS entgegennehmen. Beide Kandidaten seien gleichermassen preiswürdig, entschied der Vorstand, dass der Preis dieses Jahr hälftig geteilt wird. Das Kulturama kam in die Kränze, weil es mit der Schaffung des Alpmuseums Riederalp, den Wechselausstellungen und der Herausgabe von Faltführern Traditionelles erhält und zugleich die Gäste mit dem Kulturgut des Aletschgebietes vertraut macht.
Die Sanierung des Backhauses und der Dorfmühle, des Driels und eines Wohnhauses, das Wohnmuseum und verschiedene Publikationen: Der Verein «z'Tärbinu» war in den letzten Jahren sehr aktiv und hat den Preis ebenso verdient.
Der OHS schlug Visperterminen als valablen Kandidaten für den Wakkerpreis 1999 vor: Der Schweizer Heimatschutz entschied sich jedoch für Hauptwil-Gottshaus und damit für eine industrielle Kulturlandschaft.

 

Zusammenarbeiten
In Zukunft will der OHS vermehrt mit dem Büro ARIA, Archäologie Oberwallis, zusammenarbeiten.. Der OHS sei dank seiner Präsenz und seiner Tätigkeit in der Lage, hei Um- und Neubauten darauf zu achten, dass allfällige Fundstellen im Oberwallis gemeldet werden. «Es geht dabei. nicht um den Schutz der Fundorte, sondern in erster Linie darum, Fundgegenständen auszuwerten und dokumentarisch festzuhalten», betont Walter.

 

Neu im Vorstand
An der Generalversammlung wurde auch der Rücktritt von Vorstandsmitglied Hans Imhof, Vizepräsident der Kantonalen Heimatschutzkommission, sowie von Martin Schmidhalter, Bauarchäologe; bekanntgegeben. Für die beiden wurden Remo Theler, Architekt aus Visp, sowie Dr. Werner Bellwald, Ethnologe aus Blatten, in den Vorstand. gewählt. Thematischen Schwerpunkt der Generalversammlung bildete das Thema «Reibungsflächen - Aussenräume im Ortsbild»:

Dabei wurde das städtische Ortsbild von Visp mit dem ländlichen von Niedergesteln verglichen.

 

<< zurück zu Preisträger