Raiffeisenpreis
Raiffeisenpreis
Heimatschutzpreis Oberwallis
Gestiftet von der Vereinigung der Oberwalliser Raiffeisenbanken
Vorschlagsrecht
Berechtigt, Kandidaturen für den Preis einzubringen, sind alle Mitglieder des Oberwalliser Heimatschutzes.
Jury
Über die Zuteilung des Preises entscheidet der Vorstand des Oberwalliser Heimatschutzes (unter Umständen nach Konsultation von Fachleuten).
Empfänger
Empfänger des Preises können Personen oder Institutionen werden, die ein Projekt ausführen oder ausführen lassen, das den Kriterien des Preises entspricht.
(Zum Beispiel Architekten, Bauherren, Gemeinden, Burgerschaften, Genossenschaften, Vereine, Stiftungen.)
Kriterien
Ausgezeichnet werden Projekte und Aktionen, welche beispielhaft für den heutigen Heimatschutzgedanken stehen oder welche dazu beitragen, diesen in der
Öffentlichkeit besser bekannt zu machen.
Nach dem Grundsatz "Altes erhalten – Neues gestalten" kann dabei das Beispielhafte in der Erhaltung und Restaurierung von Bestehendem, in der Verbindung
von Alt und Neu oder im Setzen von qualitätvollen neuen Akzenten liegen.
Neben markanten oder historisch wertvollen Einzelobjekten sollen insbesondere auch Projekte aus den Bereichen Alltagsarchitektur und Kulturlandschaft
berücksichtigt werden.
Ausgezeichnet werden sollen nicht nur Resultate, sondern auch Prozesse. Anlass für den Preis kann deshalb ein Gebäude, eine Siedlung oder ein
Kulturlandschaftselement sein, aber auch eine lokale Initiative oder eine Aktion auf publizistischem oder didaktischem Gebiet.
Bei der Bewertung zu berücksichtigen ist jeweils das Umfeld eines Projekts. Kriterien wie Wohn- und Lebensqualität sollen ebenso gewichtet werden wie
historische oder gestalterische; kleine Anstrengungen in einem (finanziell, politisch, baulich, landschaftlich) schwierigen Umfeld sollen im Verhältnis zu
diesem gewürdigt werden und nicht im Vergleich zu andern Projekten.
Um das Gesagte zu konkretisieren, seien im folgenden ein paar Beispiele genannt, die in den letzen Jahren den obigen Kriterien entsprochen hätten:
- Mustergültige Restaurierungen von historisch wertvollen Gebäuden;
- Anstrengungen auf dem Gebiet der Erhaltung von alter Substanz durch Gemeinden wie Blatten ( Kühmatt) oder Zermatt (Bedachung der Nutzbauten);
- Die Freilegung und Restaurierung des Beinhauses in Leuk
- Umnutzungen von Gebäuden in Oberwald, Obergesteln, Münster usw.;
- Kulturlandschaftsprojekte wie Ecomuseum Simplon, Kulturama Riederalp, Stiftung Altes Bellwald;
- Publizistische Leistungen von Journalisten wie Luzius Theler;
- Anstrengungen auf dem Gebiet der Planung von Gemeinden wie Bellwald oder Visperterminen